IKEO e.V.

Verein für Klimaschutz ikeo e.V.

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Vom Maisfeld zum klimastabilen Wald

Ikeo und viele Helfer pflanzen rund 2.000 Bäume und Sträucher für einen Erdmannwald


Quelkhorn - 8.700 Quadratmeter Fläche, 1500 Bäume, 400 Sträucher - am Samstagvormittag hatte sich der Verein für Klimaschutz, kurz Ikeo, einiges vorgenommen. In Gummistiefeln und mit Spaten in der Hand gesellten sich für diese Aufgabe rund 30 Kinder und Erwachsene dazu. An der Surheide machten sie aus einem ehemaligen Maisfeld den Anfang für einen sogenannten Erdmannwald. Wegen des gefrorenen Bodens hatte die Pflanzaktion um eine Woche verschoben werden müssen.


Es ist bereits die fünfte Fläche, die Ikeo für den Flecken Ottersberg, der die Fläche als Ausgleich für Versiegelungsmaßnahmen zur Verfügung stellt, bepflanzt. Sie grenzt an ein Flurstück, das der Verein bereits im Jahr 2017 mit Rotbuchen, Stieleichen und Sträuchern angelegt hat. Rotbuchen und Stieleichen wurden ebenfalls für die jetzige Bepflanzung ausgewählt, dazu Feld- und Spitzahorn, aber auch Baumhasel, Eibe, Hainbuche, Winterlinde, Weißtanne und Esskastanie sowie mehrere Obstbäume. Das Besondere: „Wir pflanzen in Familien, also die gleichen Pflanzen in Gruppen, so dass sie einander befruchten und stärken können“, erklärt Ikeo-Vorsitzender Erich von Hofe.


„Der Erdmannwald zeichnet sich durch unterschiedliche Höhen aus. Es ist ein strukturreicher und vielfältiger Wald, der widerstandsfähig ist. Er ist in der Lage sich gegen Starkregen und Stürme besser zu schützen“

 
Vorbild für Ikeo ist der Erdmannswald bei Neubruchhausen im Landkreis Diepholz, der im Jahr 2022 vom Bund Deutscher Forstleute als Waldgebiet des Jahres ausgezeichnet worden ist, wie von Hofe berichtet.

 
Der Acker, auf dem bis zum Herbst noch Mais angepflanzt worden ist, ist bereits eingezäunt und wurde vom Verein dafür in verschiedene Flächen unterteilt, begrenzt an zwei Enden mit einer Reihe aus Holunder, Hundsrose, Weiß- und Schwarzdorn, Schneeball und Pfaffenhut. Für diese heben die Kinder mit ihren Spaten Löcher aus und setzen die Sträucher mit ihren losen Wurzeln in die Erde. „Das macht Spaß“, sagen Ida, Emma und Pauline. „Wir laufen hier öfter den Weg entlang und können den Wald dann hier besuchen und zusehen, wie er wächst“ erzählt Emma.

 
Rotbuchen im Abstand von zwei Metern pflanzt Hans-Hermann Wessels ein paar Meter weiter. Mit einem kräftigen Stoß gleitet der Spaten in die Erde, die er leicht anhebt. Wessels setzt den Jungbaum ein und tritt die Erde drumherum fest. „Ich wohne in der Surheide, es ist einfach gut, dass diese wieder zu einem Waldgebiet wird“, sagt er. Er leistet mit seiner Unterstützung gern einen Beitrag zur CO2 Speicherung und dazu“ für zukünftige Generationen einen klimaresistenten Wald“ anzulegen.
Arnold Wiegmann hat sich den Obstbäumen gewidmet. Ein Loch für den Pfahl und den Obstbaum, die Erde schaufelt er für den Gießrand auf den Ballen, tritt die Erde fest. Der Gärtner wohnt in Ottersberg. „Ich habe ein Interesse an Ökologie, auch privat“, erklärt er warum er mitmacht. Den Stamm bindet er an den Pfahl: „Die müssen festsitzen, damit sie nicht so hin- und her wackeln im Wind.“ Die Obstbäume seien für die Tiere eine wichtige Ergänzung, im Winter würden die Vögel im Obst Nahrung finden.


„Wir sind gerne im Wald, genießen das“, sagt Marie Himmel, die mit Tim Gerstenberg in unmittelbarer Nähe der Fläche wohnt. „Seit sie dort wohnen hätten sie immer auf den Maisacker geblickt, daher freuen sie, sich über die Aktion von Ikeo. „Wir möchten daran teilhaben die Natur hier entstehen zu lassen. Es wird schön sein das wachsen zu sehen und ein Teil davon zu sein“ sagt Himmel. Mitzumachen das sei „Ehrensache“ ergänzt Gerstenberg.

 
Erich von Hofe zeigte sich froh, dass in nur dreieinhalb Stunden die knapp 2.000 Pflanzen in die Erde gesetzt werden konnten - rechtzeitig, bis der Regen einsetzte, den die jungen Pflanzen gut gebrauchen können.


Anne Leipold für das Achimer Kreisblatt am 24.2.2026

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