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Warum bin ich bei ikeo?

Warum bin ich bei ikeo?
Torben Mammen, Rotlake

Als ich vor einigen Jahren einen Artikel in der Zeitschrift GEO über den Rückzug der Alpengletscher las, entsann ich mich wieder einer Veranstaltung, sie muss Mitte der 80 Jahre gewesen sein, die wir damals mit dem allgemeinen Studentenausschuss (ASTA) in der Universität Bremen mit Karl Partsch, dem sanften Alpenrebellen, organisiert hatten. Schon damals warnte er vor dem großen Raubbau in den Alpen. Das war für mich unvorstellbar, was er Dimensionen vorstelle, wie die Erderwärmung das Klima beeinflusse. Genau so unheimlich war mir immer die Atomenergie, die ich persönlich und auch politisch in meinen Funktionen immer bekämpft habe. Mein Leben führte mich jedoch erst 2007 zu den Vorträgen über den Klimawandel nach Fischerhude.
Ich hörte, dass sich aus den Vorträgen heraus, eine Gruppe gefunden habe, die sich aktiv und vor Ort mit dem Klimawandel beschäftigte. Mit Grausen ist mir durch diese Vorträge klar geworden, dass wir, die wir im Zeitalter der ungehemmten Vernichtung fossiler Brennstoffe, leben und arbeiten, dabei sind, die nächste Eiszeit zu erzeugen. Jeder Liter Benzin und Diesel, jeder m³ Gas oder jeder Liter Erdöl, den wir heute verbrauchen, haben unsere Kinder und Enkel nicht mehr zur Verfügung. Das ist die Verantwortung von uns. Wir, die wir heute zwischen 40 und 60 und älter sind, können die Erde nicht mehr so übergeben, wie wir sie selbst bekommen haben. Aber wir müssen den uns Nachfolgenden wenigstens die Chance geben, noch so schön leben zu können wie wir jetzt. Das ist meine persönliche, ganz starke Motivation.
Ich fand mit den 4 bis 5 MitstreiterInnen Menschen, die ähnlich denken und handeln wollen. Oft ist es schon frustrierend, wenn ich lese wie in anderen Teilen der Welt die Mutter Erde gnadenlos ausgebeutet wird, die Lebensgrundlage für unser einzigartiges Ökosystem Erde dem Profit geopfert wird und das mit der Begründung, wir wollen auch das haben, was ihr habt. Ich verstehe, dass die Menschen, die sehen, wie gut es uns geht, auch gerne dieses „Gutgehen“ hätten. Ich weiß jedoch genau, wenn nicht diejenigen Länder, die die Ressourcen der anderen Länder ausbeuten, damit es uns gut geht, vorangehen das eigene Verhalten ändern massiv ändern und anderen Ländern die technischen Möglichkeiten bieten, unseren erreichten Standard mit Umweltschonenden Techniken zu erreichen, dann wird unsere Erde in gar nicht allzu ferner zeit unbewohnbar sein.
Da will ich meinen kleinen Beitrag zu leisten und vor Ort allen Mitmenschen, den Politikern vor Ort, den Entscheidungsträgern zur Seite stehen und darauf einwirken, schont unsere Umwelt.