ikeo e. V. unterstützt die Gemeinden der Region bei der Umstellung auf eine klimafreundliche Energieversorgung. Wir organisieren Veranstaltungen, bieten Informationen zu Energiesparmaßnahmen und klären auf, über die Nutzung regenerativer Energieträger. blatt

aufBäumen für’s Klima

Wir organisieren Pflanzungen von brachliegenden Flächen mit klimaresistenten Bäumen und führen dies mit Gruppen, zumeist Schulklassen, Firmen und ikeo-Mitgliedern durch. Unterstützt werden wir von Baumschulen und dem zuständigen Forstamt. Die Kosten werden durch Sponsoren und Spenden gedeckt. 



Die ikeo-Baumpflanzaktion
Gerhard Meyer

Wir machen uns viele Gedanken über den Klimawandel. Ist das 2° Ziel noch zu halten? Steigt der Meeresspiegel?
Wird es stürmischer, nasser, wärmer oder kälter?

Als wir im Vorstand von ikeo nach neuen Ideen und Zielen suchten, kam auch das Thema: Pflanzen fürs Klima. Ohne zu wissen, was auf mich zukommt, sagte ich „das mach ich“. Ein komplexes Thema, wie ich feststellte, ich bin Handwerker und nicht Botaniker.
aufbaeumen


Fakten

Deutschland ist eines der waldreichsten Länder Europas. In Niedersachsen bedecken Wälder knapp ¼ der Landesfläche.
Im Landkreis Verden sind nur 12% des Kreisgebiets bewaldet.
1 ha Wald speichert über alle Altersklassen ca. 13 Tonnen CO2.


Zustand jetzt

Blattfraß und Witterung bedrohen Eichen. Auf die Frage, „wie geht es unseren Wäldern? gibt es leider keine einfache Antwort. Bislang sterben nur einzelne Bäume. Der Klimawandel bringt nicht nur mehr Hitze, sondern wohlmöglich auch noch mehr Pilzbefall. Bei Kiefern, der häufigsten Baumart in Niedersachsen beträgt die Kronenverlichtung ca. 15%, ein relativ niedriger Wert. Fichte Buchen und Eichen haben deutlich weniger Nadeln, bzw. Blätter als unter optimalen Bedingungen zu erwarten wären, bei den Eichen schlagen Fressschäden durch. Seit dem „Waldsterben“ 1984 gibt es den
jährlichen Waldzustandsbericht. Seitdem hat sich die Kronenverlichtung bei Eichen und Buchen mehr als verdoppelt. Die Bäume leiden unter sauren Böden. In den 50er Jahren herrschte noch Stickstoffmangel in unseren Wäldern. Heute sind viele Waldbestände damit übersättigt, der Bedarf der Bäume wird überschritten, der Boden versauert weiter.


Was passiert, wenn nichts passiert?

Ältere Bäume sind krankheitsanfälliger. Wald-Monokulturen mit heimischen Waldkiefern sind ein gefundenes Fressen für Schädlinge. Viele unserer bekannten Baumarten werden den Klimaveränderungen nicht standhalten. In der Zukunft wird es übers Jahr gesehen heißer und trockener.


Was muss getan werden?

Bäume pflanzen, Wälder gründen. Wald- Monokulturen zu Mischwäldern machen. Die Bevölkerung muss sensibilisiert werden, es braucht lange Zeit, bis neue, andere Baumarten auf Eignung getestet, und überhaupt gewachsen sind.


Was brauchen wir?

Fachberater (Förster, Baumschullehrer, Naturkenner etc.).
Landstücke und Waldgebiete zum Anbau.
Viele Aktive, die pflanzen, hegen, schützen, aussetzen und beobachten. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ehrenamtliche, Helfer, Schulklassen, Kindergartengruppen.
Finanzen, Sponsoren, Aktionäre, Spender, Schenker, Baumschulen, Gartenbaubetriebe, öffentliche, Landkreis, Land, Bund. Ausgabe von „Baumaktien und/oder Waldaktien“, Beteiligungen, Aktionen: (Bäume statt Böller). Eltern schenken Kinder Namensbäume, Baumsparverträge (30 EUR/Monat werden angeboten). Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
Wir wollen Ländereien pachten/kaufen, die dann mit „klimaresistenten“ Bäumen bepflanzt werden.
Unsere Mitbürger, die Kommunen, der Landkreis sollen einbezogen werden.
Pflanzaktionen mit Kindergartengruppen, Schulklassen, Elterninitiativen, Vereinen und Firmen sind geplant.


Hier noch einige Zahlen zum Wald und Holz


Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde ursprünglich vor 300 Jahren für den Wald geprägt und hat jetzt Eingang in vielen Lebensbereichen gefunden. In deutschen Wäldern sind derzeit 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Das entspricht in etwa 4,4 Milliarden Tonnen CO2. Oder genauer: Ein Hektar Wald speichert pro Jahr über alle Altersklassen hinweg ca. 13 Tonnen CO2.

Wald als Möglichkeit zur Bekämpfung des Treibhauseffektes. Bei der Bekämpfung des Treibhauseffekts spielt der Wald also eine entscheidende Rolle – und das gleich in dreifacher Hinsicht: Erstens entzieht er der Atmosphäre CO2. Diese Speicherung verlängert sich zweitens, wenn Holz etwa für Neubauten, Modernisierungen, Anbauten oder Möbel verwendet und der enthaltene Kohlenstoff so festgesetzt wird.

Ein Niedrigenergiehaus in Holzbauweise beispielsweise entlastet die Atmosphäre um rund 80 Tonnen Kohlendioxid. Drittens ersetzt Holz andere energieintensive Materialien wie Stahl oder Beton, die auf Basis endlicher Rohstoffe hergestellt werden. Da die heimischen Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden – das heißt, es wird nie mehr Holz geerntet als nachwächst –, erschöpft sich die Ressource Holz nicht.

Alle genannten Zahlen sind Schätzwerte. Eine 100%ige Aussage kann nur durch eine genaue Messung getroffen werden.